Symposium
Cannabis Health Symposium: Frankfurt
Deutschland hat den am weitesten entwickelten Rahmen für medizinisches Cannabis in Europa — die Wissenschaft, das System und Fortbildung für Angehörige der Gesundheitsberufe.

- Datum
- 4. November 2026
- Uhrzeit
- 09:00 – 16:30
- Veranstaltungsort
- Mainhaus, Frankfurt, Deutschland
- Für wen
- Angehörige der Gesundheitsberufe · Industrie · Patientenvertretungen
- Inklusive
- 12 Monate kostenlose MCCS-Mitgliedschaft — im Wert von bis zu 120 £
Inklusive: 12 Monate kostenlose MCCS-Mitgliedschaft — im Wert von bis zu 120 £
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Sie gehören zu den Fachkreisen?
Seit den Reformen des CanG verändert sich die Versorgung mit medizinischem Cannabis in Deutschland rasant. Das Cannabis Health Symposium bringt Klinikerinnen und Kliniker, Industrie und Patientenvertretungen in Frankfurt zusammen, um die Evidenz, den regulatorischen Rahmen und die praktischen Realitäten von Verschreibung und Zugang zu beleuchten.
Programm
4. November 2026 · 09:00 – 16:30 · 12 Sessions, davon 4 Podiumsdiskussionen
Programmänderungen vorbehalten — Zeiten, Titel und Referierende können noch angepasst werden.
- 09:00Einlass — Registrierung & Networking-Kaffee
- 09:20
Begrüßung
Vormittag
- 09:40
Industrie-Session
Industrie-Spotlight — wird noch bekannt gegeben
- 10:00
Vortrag
Der deutsche Markt für medizinisches Cannabis: eine Standortbestimmung
Tobias Bosse · Chief Commercial Officer, Grünhorn Gruppe
Der deutsche Markt für medizinisches Cannabis hat sich seit Inkrafttreten des Cannabisgesetzes im April 2024 grundlegend verändert. Einfachere Verschreibung, wachsender telemedizinischer Zugang und eine breitere gesellschaftliche Akzeptanz haben den Zugang für Patientinnen und Patienten deutlich erweitert und das Marktwachstum beschleunigt.
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Der Vortrag bietet einen datenbasierten Blick auf den aktuellen Stand des Marktes und konzentriert sich auf zwei Fragen: Welche makroökonomischen, regulatorischen und wettbewerblichen Trends prägen die Branche, und wie entwickelt sich die Nachfrage der Patientinnen und Patienten? Betrachtet werden das steigende internationale Angebot, der zunehmende Wettbewerb und Preisdruck sowie regionale und produktbezogene Nachfragemuster.
- 10:20
Podiumsdebatte
Telemedizin-Debatte: Revolution oder Risiko für medizinisches Cannabis?
Dr. Christiane Neubaur · Geschäftsführerin, Verband der Cannabis versorgenden Apotheken (VCA)
Tobias Bosse · Chief Commercial Officer, Grünhorn Gruppe
Kaum eine Entwicklung seit dem CanG hat die deutsche Medizin so gespalten wie die telemedizinische Verschreibung. Online-Plattformen haben Tausende Patientinnen und Patienten in eine Behandlung gebracht, die vor Ort nie eine verschreibungsbereite Praxis gefunden hätten — für Menschen in ländlichen Regionen oder mit eingeschränkter Mobilität ein echter Fortschritt. Kritiker halten dagegen, dass dasselbe Modell einen parallelen Zugangsweg geschaffen hat, der eher an Versorgung mit Ware als an Medizin erinnert — und sie können auf Zahlen verweisen: Die verschriebenen Mengen haben die Importe stark steigen lassen, und die EKOCAN-Evaluation konnte nicht feststellen, wie viel davon überhaupt aus medizinischen Gründen konsumiert wurde.
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Der Gesetzgeber hat bereits reagiert. Die MedCanG-Novelle der Bundesregierung würde die Verschreibung von Cannabisblüten auf persönlich untersuchte Patientinnen und Patienten beschränken, den Versandhandel untersagen und alle vier Quartale eine erneute Konsultation vor Ort verlangen. Verabschiedet ist sie nicht. Der Entwurf liegt im Ausschuss, eine Entscheidung wird für Ende 2026 erwartet, und die politische Stimmung hat sich von einem Verbot hin zu Qualitätsanforderungen verschoben. Damit bleibt die zentrale Frage offen: Wie sollte gute telemedizinische Cannabisversorgung tatsächlich aussehen — und wer entscheidet das?
Das Podium diskutiert, wo die Fernbeurteilung Patientinnen und Patienten wirklich dient und wo sie hinter dem Standard zurückbleibt, den Verschreibende bei jedem anderen kontrollierten Wirkstoff verlangen würden; wie sich die Haftung verteilt, wenn Konsultation, Abgabe und Nachsorge bei drei verschiedenen Anbietern liegen; was ein Versandverbot für die Kontinuität der Versorgung bedeuten würde; und welche Anforderungen eine qualitätsorientierte Lösung stellen müsste, um Klinikerinnen und Kliniker, Regulierer und Patientinnen und Patienten gleichermaßen zu überzeugen.
- 11:00
Podiumsdiskussion
Pharmazeutische Qualität: Braucht Europa einen gemeinsamen Rahmen für medizinisches Cannabis?
Ana Serrato · Vorsitzende, ASTM-Unterausschuss Cannabis Human Health (D37.11); Vorsitzende der EUMCA, ASTM International
Tjalling Erkelens · Vorstandsvorsitzender, Bedrocan International
Deutschland hat eines der anspruchsvollsten Qualitätsregime Europas aufgebaut. Blüten werden fast ausschließlich importiert, gegen die Ph.-Eur.-Monographie freigegeben und in der Apotheke erneut geprüft, bevor sie die Patientin oder den Patienten erreichen. Für Verschreibende ist dieses mehrstufige System die wichtigste Gewähr dafür, dass das, was auf dem Rezept steht, auch das ist, was abgegeben wird.
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Das Podium fragt, wie viel diese Gewähr über Grenzen hinweg tatsächlich wert ist. Dieselbe Sorte kann je nach Herkunftsland und der jeweils angewandten GMP-Auslegung ganz unterschiedliche Qualitätspfade durchlaufen — und kommt in der deutschen Apotheke dennoch unter ein und derselben Monographie an. Die Teilnehmenden betrachten, was das klinisch bedeutet: für die Konsistenz von Charge zu Charge, für die Substitution von Produkten bei Lieferausfällen und für die Dokumentation, auf die sich Verschreibende stützen, wenn Haftungsfragen aufkommen.
- 11:40
Vortrag
Wann wird ein Standard zur Regel? ASTM D37, GMP und das medizinische Cannabis, das deutsche Ärztinnen und Ärzte verschreiben
Ana Serrato · Vorsitzende, ASTM-Unterausschuss Cannabis Human Health (D37.11); Vorsitzende der EUMCA, ASTM International
Wer in Deutschland verschreibt, verordnet ein Produkt, das fast vollständig außerhalb Deutschlands angebaut und verarbeitet wird. Zwischen Pflanze und Rezept liegt eine Ebene freiwilliger Konsensstandards, die kaum eine Klinikerin oder ein Kliniker je zu Gesicht bekommt — die aber prägen, wie Qualität, Prüfung und Herstellung in der Praxis definiert werden, lange bevor ein Regulierer sie formalisiert.
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Das Komitee D37 von ASTM International hat seit 2017 mehr als vierzig solcher Standards entwickelt, unter Mitwirkung von über tausend Expertinnen und Experten aus dreißig Ländern, darunter Health Canada, der National Research Council of Canada und die U.S. Pharmacopeia. Mehrere wurden bereits direkt in Regulierung übernommen. Aktuelle Arbeiten zu Qualitätsmanagementsystemen und guter Herstellungspraxis adressieren genau die Uneinheitlichkeit zwischen Rechtsräumen, die Europa bislang nicht gelöst hat.
Die Session führt ein klinisches Publikum in diese Landschaft ein, zeigt, wo Konsensstandards die pharmazeutische Regulierung ergänzen und wo sie Lücken schließen, die die Gesetzgebung nicht erreicht hat, und stellt den Auftrag des neuen Health-Unterausschusses von D37 vor.
- 12:00
Vortrag
Endometriose und mehr: Medizinisches Cannabis in der Frauengesundheit
Dr. Shabnam Sarshar · Beraterin für Frauengesundheit und Cannabinoid-Therapeutika, The Recalibration
Sylvia Mechsner · Ärztin und Gynäkologin, Charité – Universitätsmedizin Berlin
Rund zwei Millionen Frauen in Deutschland leben mit Endometriose — und bis zur Diagnose dauert es im Schnitt noch immer acht bis zehn Jahre. Hormontherapie und Operation bleiben die Standardverfahren, doch viele Patientinnen berichten von unzureichender Schmerzkontrolle, schlechtem Schlaf und Nebenwirkungen, die sie kaum tolerieren. In dieser Lücke sind die Patientinnen der Evidenz vorausgegangen: In einer Befragung von mehr als 900 deutschsprachigen Endometriose-Patientinnen unter Leitung des Endometriosezentrums der Charité wurde Cannabis als wirksamste Selbstmanagement-Strategie bewertet, mit den größten Verbesserungen bei Schlaf und Regelschmerzen; rund neun von zehn Befragten reduzierten ihren Gebrauch konventioneller Analgetika. Der Vortrag legt dar, was über das Endocannabinoid-System bei Endometrioseschmerz bekannt ist, was patientenberichtete Daten stützen können und was nicht — und wo Cannabinoide in einem multimodalen Behandlungspfad ihren Platz haben könnten.
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Chronische Schmerzen und Schlaflosigkeit gehören zu den häufigsten Indikationen für die Verschreibung von medizinischem Cannabis, und beide treten bei Frauen häufiger auf — allein die Fibromyalgie steht für einen adressierbaren deutschen Markt von rund 72 Millionen Euro. Dennoch gibt es kaum hochwertige Studien zu Geschlechtsunterschieden in der Cannabinoid-Pharmakologie, keine für die weibliche Physiologie entwickelten Produkte und wenig Orientierung dazu, wie Zyklusphase oder Hormonstatus Dosis und Ansprechen beeinflussen. Der Wegfall der Kassenerstattung für Cannabisblüten im Juli 2026 verschärft das Problem — er trifft eine Patientinnengruppe, die ohnehin bereits selbst zahlt.
Die Session diskutiert, wie das Endocannabinoid-System zum Endometrioseschmerz beiträgt, welches Gewicht Verschreibende patientenberichteten Daten in Abwesenheit von Studien geben sollten, warum Geschlechtsunterschiede in der Cannabinoid-Wirkung so schlecht charakterisiert bleiben und was sich in Forschungsförderung, Produktentwicklung und Erstattung ändern muss.
- 12:30Mittagessen & Networking
Nachmittag
- 13:30
Vortrag & Diskussion
Die veränderte Rolle und Verantwortung der Apotheken in Deutschland
Antonia Menzel · Vorsitzende des Vorstands, BPC – Bundesverband pharmazeutischer Cannabinoidunternehmen e.V.
Mit der zunehmenden Verschreibung von medizinischem Cannabis spielen Apotheken eine immer wichtigere Rolle für Produktqualität, Patientensicherheit und regulatorische Compliance. Die Session beleuchtet die Aufgaben der Apotheke — Abgabe, Rezeptur, Qualitätssicherung, Produktauswahl und Patientenberatung — und geht auf den Bedarf an mehr fachlicher Fortbildung ein.
- 14:00
Vortrag
Cannabinoide vs. Opioide: Eine neue wirksame Substanzklasse für die Behandlung chronischer Schmerzen?
Michael Ueberall · Medizinischer Direktor, Center of Excellence in Health Care Research / Institute of Neurological Sciences
Chronischer Schmerz bleibt einer der größten ungedeckten Bedarfe im Gesundheitswesen und betrifft weltweit mehr als eine Milliarde Menschen. Trotz der enormen medizinischen, sozialen und wirtschaftlichen Last hinkt die Innovation in der Behandlung anderen großen Krankheitsfeldern deutlich hinterher. Nach mehr als einem Jahrzehnt Entwicklung hat Anfang dieses Jahres das erste cannabinoidbasierte Arzneimittel zur Behandlung chronischer Kreuzschmerzen in Deutschland und Österreich die Marktzulassung erhalten. Markiert das eine neue Ära in der Schmerztherapie?
- 14:20
Podiumsdiskussion
Evidenz oder Ideologie? Cannabispolitik ohne Daten
Professor Bernd Werse · Sozialwissenschaftler, Professor für Soziale Arbeit, Frankfurt University of Applied Sciences
Sita Schubert · Generalsekretärin, European Medicinal Cannabis Association (EUMCA)
Dr. Artur Schrörs · Ehemaliger Leiter des Drogenreferats der Stadt Frankfurt am Main, Freiberuflich tätig
Deutschland trifft weitreichende Entscheidungen zu Cannabis, ohne die Daten zu erheben, die sie stützen würden. Frankfurt wollte genau diese Lücke schließen — und wurde blockiert. Zugleich haben Kassenpatientinnen und -patienten den Zugang zu Cannabisblüten verloren, während die Evidenzbasis noch im Aufbau ist. Zwei Entscheidungen in entgegengesetzte Richtungen, ein zugrunde liegendes Problem. Das Podium fragt, wer darüber entscheidet, was als ausreichende Evidenz gilt, was Kommunen beitragen können, wenn bundespolitische Instrumente stocken, und worauf Verschreibende sich stützen sollten, solange die Datenlücke bleibt.
- 15:00
Session wird noch bekannt gegeben
- 15:40
Podiumsdiskussion
Medizinisches Cannabis in Europa: Was andere Märkte die deutsche Praxis lehren können
Europas Märkte haben im vergangenen Jahrzehnt parallele Experimente dazu durchgeführt, wie cannabisbasierte Therapien zu Patientinnen und Patienten gelangen — und jeder hat hart erarbeitete Lektionen zu Verschreibungsprotokollen, Abgabestandards und klinischer Governance hervorgebracht. Die Session übersetzt diese Erfahrung in praktische Orientierung für deutsche Ärztinnen, Ärzte und Apotheken, die seit dem Wegfall der Kassenerstattung für Cannabisblüten im Juli 2026 unter veränderten Rahmenbedingungen arbeiten.
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Referierende aus drei bis vier Märkten schildern die operativen Aspekte ihrer Systeme: wie Verschreibende Produkte auswählen, wie Apotheken Verifizierung, Qualitätssicherung und Patientenberatung handhaben, wie Wechselwirkungen und komplexe Komorbiditäten in der Praxis gemanagt werden — und wo in jedem Markt vermeidbare klinische oder Abgabefehler aufgetreten sind.
Die Teilnehmenden verlassen das Podium mit einer vergleichenden Referenz für ihre eigenen Abläufe und einem klareren Blick darauf, welche Praktiken sich für den deutschen Kontext lohnen.
- 16:30Ende & Networking
Inklusive: 12 Monate kostenlose MCCS-Mitgliedschaft — im Wert von bis zu 120 £
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Referentinnen und Referenten

Dr. Shabnam Sarshar
Beraterin für Frauengesundheit und Cannabinoid-Therapeutika, The Recalibration
Ob Sie in der Cannabisbranche sind, um Menschen zu helfen, um Geld zu verdienen oder beides: Frauen in der Lebensmitte sind der Markt, den Sie nicht länger ignorieren können. Wir sind das Patientensegment mit dem größten Potenzial — und das am schlechtesten versorgte.
Biografie lesen
Dr. Shabnam Sarshar ist Phytopharmazeutin und Strategin für Frauengesundheit mit Schwerpunkt auf Cannabinoid-Wissenschaft und frauenspezifischer Physiologie. Mit einem PhD in Pharmazeutischer Biologie und Phytochemie sowie Zertifizierungen in Endocannabinoid-Medizin und naturheilkundlicher Frauenmedizin hat sie mehr als ein Jahrzehnt in pharmazeutischer Forschung, medizinischer Beratung und Unternehmertum im Bereich Frauengesundheit verbracht. Ihre Arbeit übersetzt komplexe hormonelle und geschlechtsspezifische biologische Mechanismen in klinisch verwertbare Erkenntnisse für Forschung, Produktentwicklung und medizinische Fortbildung. Sie berät Medizin- und Wellness-Unternehmen zu frauenzentrierter Innovation und ist Gründerin von The Recalibration, einer Plattform, die die Lebensmitte als biologische Neukalibrierung versteht — nicht als Abbau.

Antonia Menzel
Vorsitzende des Vorstands, BPC – Bundesverband pharmazeutischer Cannabinoidunternehmen e.V.
Deutschland hat den größten Medizinalcannabis-Markt Europas, aber Größe allein sagt wenig aus. Zwei Jahre nach dem CanG finanziert die Mehrheit der Patientinnen und Patienten ihre Therapie weiterhin privat. Wenn Cannabinoid-Arzneimittel wie jedes andere verschreibungspflichtige Medikament behandelt werden sollen, ist das Schließen dieser Lücke eine gemeinsame Aufgabe von Ärzteschaft, Industrie, Politik und gesetzlicher Krankenversicherung. Das Symposium setzt genau diese Themen auf die Agenda, und ich freue mich darauf, die Perspektive der Branche in diese Diskussion einzubringen.
Biografie lesen
Antonia Menzel leitet den Bereich Public Affairs und Unternehmenskommunikation bei der Sanity Group, einem der führenden Medizinalcannabis-Unternehmen Europas. Sie ist zudem Vorsitzende des Vorstands des Bundesverbands pharmazeutischer Cannabinoidunternehmen (BPC), wo sie die Interessen der Medizinalcannabis-Branche auf nationaler und europäischer Ebene vertritt. Die Volkswirtin und Politikwissenschaftlerin verfügt über mehr als zehn Jahre Erfahrung in der Gesundheitspolitik. Vor ihrem Wechsel zur Sanity Group 2019 war sie beim Bundesverband der Deutschen Industrie für europäische Gesundheitspolitik zuständig; davor arbeitete die gebürtige Berlinerin als Beraterin im Bereich Health & Life Sciences.

Professor Bernd Werse
Sozialwissenschaftler, Professor für Soziale Arbeit, Frankfurt University of Applied Sciences
Biografie lesen
Bernd Werse, Ph.D., ist Soziologe und Professor für Soziale Arbeit an der Frankfurt University of Applied Sciences. Zahlreiche Forschungsprojekte und Publikationen zu Drogentrends, Drogenhandel, Cannabispolitik, Cannabisanbau, offenen Drogenszenen, neuen psychoaktiven Substanzen und mehr. Vorstandsmitglied der European Society for Social Drug Research (ESSD) und des drogenpolitischen Netzwerks „Schildower Kreis“.

Sita Schubert
Generalsekretärin, European Medicinal Cannabis Association (EUMCA)
Deutschland steht seit Jahren an der Spitze der europäischen Cannabis-Entwicklung. Das Cannabis Health Symposium am 4. November in Frankfurt ist die zentrale Plattform, um die neuesten medizinischen Regulierungen, Patientenrechte und klinischen Innovationen zu diskutieren — und die Zukunft der Patientenversorgung aktiv mitzugestalten.
Biografie lesen
Sita Schubert ist Volljuristin und erfahrene Führungskraft mit umfassender Expertise in den Bereichen Life Sciences und Gesundheitswesen, darunter Vorstandspositionen in der pharmazeutischen Industrie und im Pharma-Kodex-Verband. Seit 2016 ist sie eine zentrale Figur im Medizinalcannabis-Sektor und hat internationalen Unternehmen erfolgreich den Markteintritt in Deutschland ermöglicht. Sie ist Gründungsmitglied der European Medical Cannabis Association (2019) und Gründerin von German Healthcare-Woman (2007), sitzt in den Vorständen der CTA (UK), der Pharma Compliance Association (AKG) und der Business Angels BIO NRW und berät wissenschaftliche Projekte, unter anderem an der Universität Heidelberg. Als gefragte Keynote-Speakerin auf Gesundheitskongressen in Europa, Großbritannien, den USA, Afrika und Asien ist sie eine wichtige Brücke zwischen Industrie, Wissenschaft und Politik — mit dem Ziel, Innovation voranzutreiben und die Versorgung von Patientinnen und Patienten weltweit zu verbessern.

Sylvia Mechsner
Ärztin und Gynäkologin, Charité – Universitätsmedizin Berlin
Biografie lesen
Prof. Dr. med. Sylvia Mechsner leitet seit 2014 das Endometriosezentrum der Charité am Campus Virchow-Klinikum, ein zertifiziertes klinisch-wissenschaftliches Zentrum. Die mehrfach ausgezeichnete Gynäkologin, Endometriose-Spezialistin und Autorin ist zudem als Oberärztin tätig. Nach dem Medizinstudium an der Freien Universität Berlin (1992–2000) promovierte sie 2001 am Institut für Biochemie; es folgte die Facharztausbildung in Gynäkologie und Geburtshilfe an der Charité. Seit 2005 leitet sie das Endometriose-Forschungslabor der Charité; nach ihrer Habilitation wurde sie 2019 zur Professorin für Endometrioseforschung an der Charité berufen. Prof. Dr. Mechsner leitet zahlreiche Forschungsprojekte und klinische Studien zu Pathogenese und Schmerzmechanismen der Endometriose und wurde für ihre Arbeit vielfach ausgezeichnet.

Dr. Christiane Neubaur
Geschäftsführerin, Verband der Cannabis versorgenden Apotheken (VCA)
Ich freue mich darauf, das Thema „Was bedeuten die neuesten Regelungen für Patientinnen, Patienten und Apotheken?“ zu diskutieren. Die Situation der Patientinnen und Patienten spiegelt sich in den Apotheken wider.
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Dr. Christiane Neubaur ist Apothekerin und hat in Kiel Pharmazie studiert. Sie promovierte an der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen bei dem Psychologen Prof. Schedlowski. Bis 2012 führte sie eine eigene Apotheke; anschließend war sie als Referentin und Trainerin für mehrere Pharmaunternehmen sowie als Vertretungsapothekerin tätig. Seit 2017 beschäftigt sie sich mit Medizinalcannabis und dessen Anwendungsmöglichkeiten. Im Juni 2021 übernahm sie die Geschäftsführung des Verbands der Cannabis versorgenden Apotheken (VCA), wo sie im ständigen Austausch mit Apotheken, Ärztinnen und Ärzten, der Cannabisbranche und der Politik steht. Seit Juli 2022 produziert sie einen Podcast, in dem Patientinnen und Patienten über ihre Cannabistherapie sprechen — mit dem Ziel, aufzuklären und das Stigma zu verringern. 2024 startete der zweite Podcast „ArztCann“, in dem Ärztinnen und Ärzte untereinander Fallbeispiele diskutieren.

Dr. Artur Schrörs
Ehemaliger Leiter des Drogenreferats der Stadt Frankfurt am Main, Freiberuflich tätig
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Dr. Artur Schrörs ist Diplom-Pädagoge und arbeitet seit vielen Jahren an der Schnittstelle von Public Health, Suchtforschung und kommunaler Gesundheitsstrategie. Als Leiter von Gesundheitseinrichtungen, darunter das Frankfurter Drogenreferat, entwickelte er evidenzbasierte Präventionsprogramme für digitale und substanzbezogene Risiken, wirkte an einem Forschungsantrag zur kontrollierten Abgabe von Genusscannabis mit und war eng in das Thema Medizinalcannabis eingebunden — das Referat bot eine monatliche Telefonberatung für Patientinnen und Patienten an und baute ein regionales Expertennetzwerk auf. International war er in Fachgremien und auf Konferenzen tätig und bewertete strukturelle Risikofaktoren im urbanen Raum. Seine Forschung konzentriert sich auf die Wirksamkeit kommunaler Interventionen, interdisziplinäre Zusammenarbeit und die Übersetzung wissenschaftlicher Erkenntnisse in nachhaltige politische Maßnahmen. Er setzt sich für evidenzbasierte Strategien ein, die gesellschaftlich wirken und vulnerable Gruppen stärken.

Michael Ueberall
Medizinischer Direktor, Center of Excellence in Health Care Research / Institute of Neurological Sciences
Chronischer Schmerz braucht keine weitere „siegreiche“ Substanzklasse. Er braucht Behandlungen, die der richtigen Patientin und dem richtigen Patienten einen spürbaren Nutzen bringen. Ich freue mich auf die Diskussion, ob Cannabinoid-Arzneimittel uns diesem Ziel näherbringen können.
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Chronischer Schmerz bleibt einer der größten ungedeckten Bedarfe im Gesundheitswesen, während die pharmakologische Innovation anderen großen Krankheitsfeldern hinterherhinkt. Jahrzehntelang nahmen Opioide eine prominente — und zunehmend umstrittene — Rolle in der Behandlung schwerer chronischer Schmerzen ein. Cannabinoidbasierte Arzneimittel stellen dieses Paradigma nun in Frage.
Mit der kürzlichen Zulassung des ersten speziell für chronische Kreuzschmerzen entwickelten cannabinoidbasierten Arzneimittels hat sich die Debatte von „Medizinalcannabis“ hin zu einer evidenzbasierten, pharmazeutischen Cannabinoid-Therapie verlagert.
Der Vortrag prüft kritisch die Evidenz zu Cannabinoiden und Opioiden und vergleicht nicht nur die analgetische Wirksamkeit, sondern auch Funktion, Schlaf, Verträglichkeit, Therapietreue und Langzeitrisiken. Statt zu fragen, welche Substanzklasse „stärker“ ist, stellt er die klinisch relevantere Frage: Welche Behandlung bringt welchen Patientinnen und Patienten den größten Gesamtnutzen?

Ana Serrato
Vorsitzende, ASTM-Unterausschuss Cannabis Human Health (D37.11); Vorsitzende der EUMCA, ASTM International
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Ana Serrato ist eine erfahrene Führungskraft der pharmazeutischen Industrie mit umfassender Expertise in innovativen Therapien, Orphan Drugs und zuletzt cannabinoidbasierten Arzneimitteln (CBMs). Mit über 20 Jahren Erfahrung in Pharma und Biotechnologie hatte sie Führungspositionen auf nationaler und regionaler Ebene in großen Pharmaunternehmen und Biotech-Start-ups. Die gebürtige Kolumbianerin kam 2019 als Global Pharma Head von Clever Leaves nach Deutschland und wechselte später zu Avextra Pharma, wo sie das Clinical-Development-Team leitet. Als engagierte Fürsprecherin für CBM-Forschung und datenbasierte, patientenzentrierte Politik wurde sie 2024 zur Vorsitzenden der European Medical Cannabis Association (EUMCA) und zuletzt zur Vorsitzenden des ASTM-Unterausschusses Cannabis Human Health ernannt. Ana Serrato hat einen Abschluss in Mikrobiologie der Universidad de los Andes in Bogotá und einen MBA der Universidad Carlos III in Madrid.

Tjalling Erkelens
Vorstandsvorsitzender, Bedrocan International
Diese Veranstaltung bringt engagierte Fachleute für medizinisches Cannabis zu den Themen zusammen, die wirklich zählen: pharmazeutische Qualität, Standardisierung und eine angemessene Regulierung von Cannabis als Arzneimittel.
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Tjalling Erkelens ist Gründer von Bedrocan International, dem ältesten lizenzierten kommerziellen Anbauunternehmen für medizinisches Cannabis weltweit. Seit 2003 sind die vollständig standardisierten Cannabissorten von Bedrocan in den Niederlanden und darüber hinaus auf ärztliche Verschreibung erhältlich. Bedrocan war 2017 das erste Medizinalcannabis-Unternehmen mit EU-GMP-Zertifizierung. Als CEO im Ruhestand arbeitet Tjalling Erkelens heute mit mehreren internationalen Organisationen an Produkt- und Regulierungsstandards für die Medizinalcannabis-Branche.

Tobias Bosse
Chief Commercial Officer, Grünhorn Gruppe
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Tobias Bosse ist Chief Commercial Officer der Grünhorn Gruppe und verantwortet den Gesamtumsatz, die Wachstumsbereiche, E-Commerce, Internationalisierung und Marketing. In zwei Jahren bei Grünhorn hat er die Telemedizin-Plattform CanDoc als CEO aufgebaut und skaliert, die Marke Grünhorn als CMO neu positioniert und den Vertrieb des Pharmagroßhändlers canymed GmbH restrukturiert.
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